Die Ustermer Postkarten in der Presse
Die Postkarten aus Uster und Umgebung haben auch in der Presse ihr Echo. Im Zürcher Oberländer werden die neuen Postkarten sogar auf der Startseite und in einem ganzseitigen Beitrag prominent angekündigt. Die Kurzfassung im Internet.
Postkarten für Liebhaber lanciert
Ansichtskarten sind nach wie vor beliebt
Trotz veralteten Motiven
und eingeschränkter Auswahl: Ansichtskarten mit regionalen Sujets sind
nach wie vor gefragt. Nun versucht sich ein Ustermer Anbieter mit eher
künstlerischen Motiven.
SMS, MMS, E-Mail - den heutigen Ausflüglern
bieten sich im Zeitalter der Elektronik zahlreiche Alternativen zur
traditionellen Ansichtskarte. Ist das Kartenschreiben aus der Mode
gekommen? - Ja, könnte man meinen, wenn man die in den Kiosken
angebotenen Motive betrachtet. Denn vielen haftet ein 70er-Jahre-Touch
an: Die Fotografierten sind im Abba-Stil gekleidet und fahren Autos, die
heute schon gar nicht mehr auf dem Markt sind. Ortskundige findet zudem
auf so mancher Stadtansicht Weideflächen, die mittlerweile überbaut
sind, oder Häuser, die längst abgerissen wurden. Doch die Kioskbesitzer
und Verlage beschwichtigen: Ansichtskarten seien Klassiker, die auch
heute noch nachgefragt werden.
Nachfrage in Ausflugsregionen
Allerdings ist die
Nachfrage nicht überall gleich. In Wald etwa, wo sich vor allem im
Sommer zahlreiche Ausflügler tummeln, werden Ansichtskarten nach wie vor
rege gekauft. «In den vier Jahren, in denen ich den Bahnhofskiosk
geführt habe, hat der Kartenverkauf nicht abgenommen», erklärt etwa
Barbara Weyermann, Geschäftsführerin der Kioske am Bahnhof und in der
Migros. In Wald seien es vor allem Touristen und Kinder auf Schulreise,
die die Karten schreiben, erzählt sie. Insgesamt käme sie so jährlich
auf etwa 800 Karten pro Kiosk. Etwas anders sieht es beispielsweise in
Uster aus: Am Bahnhofskiosk wird diese Art von Feriengruss nach wie vor
verlangt. Allerdings hätten sie früher ein grösseres Angebot geführt,
erklärt Geschäftsführerin Priska Suter. Doch sie habe gemerkt, dass die
Leute wenn, dann vor allem Ustermer Motive wünschen.
Aktuelles Material ist Mangelware
Neben den grossen
Vertreibern produzieren auch einige kleinere Betriebe oder
Einzelpersonen Ansichtskarten. Eine davon ist Fredi Gut. Für ihn steht
der kommerzielle Aspekt jedoch nicht im Vordergrund: Der Inhaber des DTP
Ateliers in Uster hat «aus reiner Liebhaberei» eine neue Serie von
Oberländer Sujets lanciert. Die Aufmachung entspricht nicht ganz den
klassischen «Ausflügler-Ansichtskarten», sondern mehr derjenigen von
Kunstkarten, die man in einer Papeterie kaufen kann. Die Motive reichen
von eher klassischen Ansichten von Ustermer Gebäuden über gemütliche
Wohnquartiere bis hin zu künstlerischen Aufnahmen von
Industriequartieren - aufgenommen von Renato Bagattini, selber Ustermer
und Fotograf für den Zürcher Oberländer. Bisher sind erst Bilder aus
Uster und Umgebung erhältlich, bald sollen aber mehr folgen.
Von Kerstin Henggeler