Die Ustermer Postkarten in der Presse

Die Postkarten aus Uster und Umgebung haben auch in der Presse ihr Echo. Im Zürcher Oberländer werden die neuen Postkarten sogar auf der Startseite und in einem ganzseitigen Beitrag prominent angekündigt. Die Kurzfassung im Internet.

Postkarten für Liebhaber lanciert

Online-Ausgabe des Zürcher Oberländers vom 2. Juli 2010: Postkarten für Liebhaber lanciert

Ansichtskarten sind nach wie vor beliebt
Trotz veralteten Motiven und eingeschränkter Auswahl: Ansichtskarten mit regionalen Sujets sind nach wie vor gefragt. Nun versucht sich ein Ustermer Anbieter mit eher künstlerischen Motiven.
SMS, MMS, E-Mail - den heutigen Ausflüglern bieten sich im Zeitalter der Elektronik zahlreiche Alternativen zur traditionellen Ansichtskarte. Ist das Kartenschreiben aus der Mode gekommen? - Ja, könnte man meinen, wenn man die in den Kiosken angebotenen Motive betrachtet. Denn vielen haftet ein 70er-Jahre-Touch an: Die Fotografierten sind im Abba-Stil gekleidet und fahren Autos, die heute schon gar nicht mehr auf dem Markt sind. Ortskundige findet zudem auf so mancher Stadtansicht Weideflächen, die mittlerweile überbaut sind, oder Häuser, die längst abgerissen wurden. Doch die Kioskbesitzer und Verlage beschwichtigen: Ansichtskarten seien Klassiker, die auch heute noch nachgefragt werden.

Nachfrage in Ausflugsregionen
Allerdings ist die Nachfrage nicht überall gleich. In Wald etwa, wo sich vor allem im Sommer zahlreiche Ausflügler tummeln, werden Ansichtskarten nach wie vor rege gekauft. «In den vier Jahren, in denen ich den Bahnhofskiosk geführt habe, hat der Kartenverkauf nicht abgenommen», erklärt etwa Barbara Weyermann, Geschäftsführerin der Kioske am Bahnhof und in der Migros. In Wald seien es vor allem Touristen und Kinder auf Schulreise, die die Karten schreiben, erzählt sie. Insgesamt käme sie so jährlich auf etwa 800 Karten pro Kiosk. Etwas anders sieht es beispielsweise in Uster aus: Am Bahnhofskiosk wird diese Art von Feriengruss nach wie vor verlangt. Allerdings hätten sie früher ein grösseres Angebot geführt, erklärt Geschäftsführerin Priska Suter. Doch sie habe gemerkt, dass die Leute wenn, dann vor allem Ustermer Motive wünschen.

Aktuelles Material ist Mangelware
Neben den grossen Vertreibern produzieren auch einige kleinere Betriebe oder Einzelpersonen Ansichtskarten. Eine davon ist Fredi Gut. Für ihn steht der kommerzielle Aspekt jedoch nicht im Vordergrund: Der Inhaber des DTP Ateliers in Uster hat «aus reiner Liebhaberei» eine neue Serie von Oberländer Sujets lanciert. Die Aufmachung entspricht nicht ganz den klassischen «Ausflügler-Ansichtskarten», sondern mehr derjenigen von Kunstkarten, die man in einer Papeterie kaufen kann. Die Motive reichen von eher klassischen Ansichten von Ustermer Gebäuden über gemütliche Wohnquartiere bis hin zu künstlerischen Aufnahmen von Industriequartieren - aufgenommen von Renato Bagattini, selber Ustermer und Fotograf für den Zürcher Oberländer. Bisher sind erst Bilder aus Uster und Umgebung erhältlich, bald sollen aber mehr folgen.

Von Kerstin Henggeler